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Über diesen Blog

29. März 2008

Zunächst ein Mal möchte ich darlegen, warum ich überhaupt bloggen will: Der Grund ist denkbar einfach. Ich habe eine Meinung und möchte sie der Welt offenbaren. Daher wird nun von einer weiteren Stelle aus auf die Welt eingeredet. Hoffen wir, dass das Sprachwirrwarr der Blogosphäre sie nicht ertauben lässt, sondern dass sich aus der Interferenz vieler leiser Stimmen eine laute ergibt.

Als Titel dieses Blogs habe ich „Linkskapitalismus“ gewählt. Normalerweise nenne ich mich einen anarchistischen Kapital-Kommunisten, aber das soll eigentlich nur sagen, dass ich mich ungern in eine Schublade stecken lasse. Da ich mich aber gerne mit dem Individuum als Teil des ökonomischen Gefüges auseinandersetze, habe ich diesen Titel gewählt. Links ist als Gegenteil von reaktionär oder konservativ zu sehen, aber auch als Zeichen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, sowie als Huldigung von Gemeinschaft sowie Solidarität. Ich hoffe, dass ich nicht zu sehr von diesem Thema abkomme, aber so etwas kann ich nicht vorhersagen. Der Inhalt wird aber auf jeden Fall das Individuum betreffen, denn anders ist es gar nicht möglich. Eine wie auch immer geartete Gesamtheit oder Gruppe muss sich unweigerlich aus einzelnen Elementen zusammensetzen. Wie ihr in meiner Motivation schon erfahren konntet, interessiere ich mich zudem für Privatsphäre und den Schutz der selbigen. Ich halte sie für unersetzlich Wichtig für unsere Gesellschaft, denn Privatsphäre schützt das Individuum als solches; und nur durch Unterschiede kann die Welt vorankommen. Etwas gleiches kann nie besser sein.

Wie ihr bemerkt habt, ist hier viel Philosophie zu erwarten.  Einzelne Einträge sollten daher in sich schlüssig sein, ich erhebe aber keinen Absolutheitsanspruch auf das hier Geschriebene, es ist eher eine Sammlung von Ideen, die mir richtig und wichtig erscheinen.

4 Kommentare

  1. Joa bin gespannt was kommen wird ;) bin zwar nicht so der „gesellschafts“ fan aber manchmal kann es schon interressant sein. Werd bei dir also ab und zu vorbei schauen ;)


  2. Könntest du „anarchistische Kapital-Kommunisten“ mal erläutern? Das liest sich für mich, als wäre es inkommensurabel.


    • Es geht mir auch darum, dass hier einige nicht kombinierbar scheinende Richtungen verbunden wurden. Anarchie bezieht sich dabei auf meine moralischen Werte: Solange es niemandem sonst schadet, darf man ruhig machen, egal was man will. Kapital-Kommunismus ist aber noch komplizierter. Ich sehe es so, dass der Kapitalismus generell eine gute Idee ist, wenn jedoch kein Markt funktionieren kann, sollte der Sektor der Gemeinschaft zugeführt werden, also verstaatlicht (oder ähnliches). Ich befürworte also Elemente beider Extreme: Absoluter Kapitalismus und absoluter Kommunismus. Insgesamt entsteht so zwar ein Mittelweg, die Einzelpositionen sind aber eher politisch außen. In etablierten Parteien ausgedrückt wäre es vielleicht Tiefrot-Gelb-Grün.


  3. schön, dass es noch immer ein paar wenige menschen gibt, die sich einen kopf machen, wie man diese welt endlich schöner und einfacher gestalten könnte. auch genial fine ich deinen „anarcho-kapital-kommunismus“, da dies darlegt, dass mensch eben nicht einäugig durch die welt laufen sollte, sondern stets bereit sein muss, veränderungen zu erkennen, anzunehmen und/oder auch in frage zu stellen.
    zu Abe81: die frage hätte sich ja wohl erübrigt, oder? ich und jeder entscheidet jederzeit auf’s neue, was gut oder böse ist. ständige veränderung bedeutet fortschritt, dogmatismus ist der tod…
    an dieser stelle möchte ich mich entschuldigen für folgenden satz:
    VIVA L’ANARCHIA, VIVA LA REVOLUCION!



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